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Geschichte

„In Frankreich ist man erst dann Schauspieler, wenn man von den Studios Harcourt fotografiert wurde.“

 

Roland Barthes – Mythologies (1957)

 

Als bildgewordene Erinnerung an die großen Persönlichkeiten aus dem künstlerischen, kulturellen und politischen Leben des 20. Jahrhunderts setzt Studio Harcourt Paris seine Suche nach dem Außergewöhnlichen fort.

 

Meisterschaft, Exzellenz und Know-how verstärken die künstlerische Dimension zu einer noblen Größe, die zeitlos zwischen Mysterium und Legende schwebt. Die Marke Harcourt Paris veredelt wie ein Markenzeichen die Porträts von bekannten Persönlichkeiten ebenso wie von anonymen Personen.

 

Francis Dagnan, Eigentümer des Studio Harcourt, meint dazu: „Das Studio Harcourt hat sich zur Aufgabe gestellt, ein Zeichen, eine Prägung der Einmaligkeit zu hinterlassen.“

 

Die Legende von Studio Harcourt begann am 15. Januar 1934. Mit einer Frau: Cosette Harcourt. Ihr eigentlicher Name war Germaine Hirschefeld. Sie wurde in Paris im Jahr 1900 als Tochter von Percy Hirschefeld und Sophie Liebman, jüdischen Kaufleuten, die sich in Frankreich niedergelassen hatten, geboren.

Während des Ersten Weltkriegs wandert die Familie offenbar nach England aus.

 

Die Spur von Cosette Harcourt entdecken wir dann wieder im Jahr 1930 in Paris, wo sie in den Studios Manuel Frères zur Fotografin ausgebildet wurde. Im Jahr 1833 begegnet sie Jacques Lacroix.

Jacques und sein Bruder Jean Lacroix sind Zeitungsherausgeber. 1927 hatten sie ein Zeitschriftenunternehmen gegründet, das gerade sehr erfolgreich war. Im Jahr 1928 feierte ihre Zeitschrift „Guérir“ triumphale Erfolge beim Publikum. 1933 gründen sie mit Robert Ricci, dem Sohn von Nina Ricci, eine Werbeagentur, Pro-Publicité.

Nach seiner Begegnung mit Cosette gründet Jacques das Studio Harcourt mit seinem Bruder und Robert Ricci. Ein weiteres Fotostudio, Pro-Photo, wird als Ergänzung zu Pro-Publicité gegründet.

Das goldene Zeitalter des Studio Harcourt beginnt. Das Studio ist überall: In den Zeitschriften der Brüder Lacroix natürlich, in der Agence France Presse und in zahlreichen Kinos, wo die Porträts der Schauspielerinnen und Schauspieler hängen. Das Studio ist eines der ersten Unternehmen, das seine Privatkunden über das Telefon anspricht, und die Beziehungspflege nach einer Fotositzung wird perfekt organisiert. Dank Agence France Presse wird das Studio von vielen berühmten Persönlichkeiten engagiert.

Zu dem Zeitpunkt arbeiten 80 Mitarbeiter im Studio. Von 1800 Kunden im Jahr 1940 wuchs der Kundenstamm auf 9000 zwischen 1951 und 1958. Pro Monat werden mehr als 1000 Kunden bedient, rund 40 Kunden pro Tag.

Durch das Aufkommen der ersten Spiegelreflexkameras aus Japan und die Nouvelle Vague wird der Erfolg von Studio Harcourt allerdings gebremst.

Die Brüder Lacroix trennen sich 1969 und Jacques führt das Studio nun allein. Das Studio zieht um und hat seinen Sitz jetzt 1975, Boulevard Haussmann. Cosette Harcourt stirbt im Jahr 1976. Jacques Lacroix löst das Studio 1980 auf.

 

Die Brüder Hariri hauchen dem Studio in diesem Jahr an der Adresse 9 rue de la Paix neues Leben ein.

Danach wechselt das Studio häufig den Besitzer und wechselt zwischen Tradition und Modernität.

Auf Initiative von Jack Lang, damals Minister für Kultur, wurde der Harcourt-Fonds mit Negativen und Archiven vom Staat gekauft und ruht seitdem in der Médiathèque de l’Architecture et du Patrimoine in der Festung Saint-Cyr. Seit 2007 wird der Schatz über RMN, die Réunion des Musées Nationaux, dem Publikum präsentiert.

 

Im Jahr 2007 wird das Studio Harcourt von Francis Dagnan gekauft und steht seitdem unter der Leitung von Catherine Renard. Die Tradition wird wieder „respektiert“: Es gibt keinen Starfotografen mehr und alle Mitarbeiter stehen in Diensten von Harcourt.

Damit wird die erforderliche Stabilität gewährleistet, der Mythos des Namens Studio Harcourt bleibt bewahrt und die Tradition der Exzellenz verbürgt wieder zeitlose Modernität.

Studio Harcourt - 6 rue de Lota 75116 Paris - 01 42 56 67 67